Arbeiten mit Holz: DIY Longboard

Nach einer etwas längerer Pause habe ich ein neues DIY-Projekt gestartet. Ich möchte mir mein eigenes Longboard bauen. Wie kam ich darauf? Naja, ich habe noch einen Gutschein bei Hobbyking und weiß nicht so recht was ich damit machen soll. Ein weiteres Flugmodell kaufen bringt mich in der Winterzeit nicht wirklich weiter. Zu selten sind zu dieser Zeit die Gelegenheiten ein neues Modell in die Luft zu bringen. Also was tun? Genau, nicht einfach ein Longboard, sondern ein Elektro-Longboard bauen!

Aber um einen Motor an ein Longboard zu montieren muss erstmal ein solches her. Kaufen ist langweilig, also ist selber bauen angesagt.

Dieser Artikel befasst sich mit dem Bau des eigentlichen Longboards. Die Motorisierung kommt später in einem gesondertem Artikel.

BOM

  • 3x 4mm Sperrholz / Multiplex (alternativ 4x 3mm)
    • mit Ahorn oder Birke sollte man gute Ergebnisse erzielen. Ich habe Buche verwendet, weil es in den Baumärkten in der Umgebung nichts anderes gab. Ob sich Buche gut eignet, wird sich noch zeigen ;-)
  • 1x M8 Gewindestange (1 Meter)
  • 12x M8 Muttern & Unterlagscheiben
  • 2x Dachlatte (z.B. 40x60x2000mm)
  • 1x Dachlatte (z.B. 24x48x2000mm)
  • 1x Holzleim (z.B. Ponal 550ml)
  • 1x Deck Template (z.B. von Silverfish Longboarding)
  • (Achsen (Paris Trucks), Rollen, Kugellager, Riserpads, Schrauben, Griptape)

Werkzeuge

  • Leimklemmen / Schraubzwingen
  • Bohrmaschine (Holzbohrer, Senkkopfbohrer)
  • Stichsäge
  • Schraubenschlüssel
  • Cutter
  • Schleifpapier

Laminieren

Die schwierigste Aufgabe ist das Deck in Form zu bringen. Um dies zu erreichen, habe ich eine kleine „Holzpresse“ gebaut. Diese besteht aus zwei parallel angeordneten Auflagen für das Deck mit einer Länge von 1,20m. Aus vier kürzeren Stücken Holz werden zwei Spindelpressen hergestellt. Eine Spindelpresse besteht aus zwei Stücken Holz, zwei Gewindestangen á 25 cm, 6 Muttern und 6 Unterlagscheiben.

Die frisch verleimten Sperrholz- / Multiplexplatten werden auf die Auflagebretter gelegt. In die Mitte des Decks wird ein weiteres Stück Holz platziert. Dieses Stück wird nun mit den beiden Spindelpressen eingedrückt.

Die beiden Enden des Decks werden angehoben und mit jeweils einem Stück der dünneren Dachlatte unterbaut.

Nun bringt man die Leimklemmen und Schraubzwingen an.

Nach ca. 4 Tagen kann man die Schrauben und Zwingen lösen und man erhält den „Deckrohling“.

Sägen und nachbearbeiten

Gesägt habe ich mit einer einfachen Stichsäge und einem einem herkömmlichen Holzsägeblatt. Hierbei sollte man sich viel Zeit nehmen und langsam sägen, das erspart am Ende viel Schleifarbeit.

Nun kann man das Ergebnis noch mit einer Schleifmaschine oder einem Stück Holz + Schleifpapier abrunden.

Lackieren

Die Unterseite des Decks habe ich mit vier Schichten mattem Klarlack versehen. Zwischen dem Auftragen der Schichten sollte man gut 1-2 Tage vergehen lassen, je nach Temperatur. Nach der letzten Schicht sollte man dann aber doch noch ein paar Tage länger warten, bis der Lack vollständig ausgehärtet ist.

Bei der Oberseite war ich faul und hab lediglich eine Schicht Lack aufgetragen, schließlich kommt hier das Griptape noch drauf ;-) .

Bohren und kleben

Zum Fertigstellen des Decks fehlen jetzt nur noch acht Löcher und das Griptape. Zuerst habe ich das Griptape aufgeklebt und mit einem scharfen Cutter ausgeschnitten. Danach nur noch von oben durch das Tape die Löcher bohren und mit einem Senkkopfbohrer leicht versenken. Fertig ist das Deck!

Finish!!!

Nur noch die Achsen und Rollen anbringen und FERTIG!

Fazit

Das Deck rollt in der Wohnung sehr gut. Das Holz gibt etwas nach, gibt aber keine Geräusche von sich. Ich denke das ist ein gutes Zeichen ;-) . Leider ist heute das Wetter zu schlecht um das Ganze auf der Straße zu testen. Ein Video mit den ersten Rollversuchen folgt…

Wenigstens habe ich nun ein Weihnachtsgeschenk für unter den Baum mit der Aufschrift „Von mir für mich“ :-D .

Fortsetzung folgt…

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