Ausprobiert: Olympus Live Composite

Die Live Composite Funktion von Olympus bietet ähnliche Möglichkeiten wie eine Langzeitbelichtung, jedoch wird das Bild nicht im Gesamten länger belichtet, sondern es werden nur die Helligkeitsunterschiede ins Bild gerechnet. Somit wird das Bild nicht so schnell überbelichtet wie bei einer Langzeitbelichtung.

Ich habe die Funktion bisher mit meiner OM-D E-M10 ausprobiert, habe aber vor demnächst weitere Versuche mit der TG-4 zu machen. Wichtig für die Aufnahmen sind ein ordentliches Stativ (z.B. Manfrotto MK055XPRO3) und ein Fernauslöser oder ein Smartphone mit der Olympus Image Share App.

Die Live Composite Funktion findet man im manuellen Modus (M). Dort dreht man die Belichtungszeit soweit bis im Display „LIVECOMP“ angezeigt wird. Mit einem Druck auf MENÜ stellt man nun die Belichtungszeit pro Bild ein. Um die richtige Belichtungszeit zu finden kann man erstmal auf Zeitautomatik (A) stellen und merkt sich, wie die Kamera belichten würde. Dieser Wert ist dann schon mal ein guter Ausgangswert. Bei Blitzfotografie sollte man möglichst einen geringen Wert wählen, da die Blitze doch für sehr viel Licht sorgen. ;-) ISO200-ISO400 liefert mit der EM-10 normal gute Ergebnisse. Und dann drückt man den Auslöser. Zweimal, da die Kamera erst ein Referenzfoto aufnimmt und mit dem zweiten Auslösen die eigentliche Composite-Aufnahme gestartet wird.

Durch die Live-Vorschau kann man beobachten, wie das Bild sich langsam aufbaut. Durch erneutes Betätigen des Auslösers kann die Aufnahme am gewünschten Punkt beenden werden. Um ein scharfes Bild zu erhalten, sollte man die Aufnahme mit einer Fernsteuerung starten und stoppen.

Mittlerweile findet man diese Funktion in immer mehr Olympus Kameras. Die Live Composite Funktion ist bei folgenden Olympus Kameras verfügbar:

Die folgenden Bilder sind alle unbearbeitet. Aus den RAW-Daten ließe sich noch einiges mehr rausholen, aber leider bin ich hier auch noch in der Lernphase und möchte die Bilder jetzt nicht zu stark verändern. Nun aber genug dazu, hier ein paar meiner ersten Aufnahmen.

Ich bin weiterhin auf der Suche nach weiteren Einsatzgebieten. Habt ihr noch Ideen?

3 Gedanken zu „Ausprobiert: Olympus Live Composite“

  1. Hallo, mich würde interessieren, ob man z. B. mit der TG-4 auch Polarlichter aufnehmen kann ((Aurora Borealis). Oder ist dafür die „Helligkeit“ der Polarlichter zu gering?

    1. Das kommt auf die intesität der Polarlichter, sowie die Belichtungsdauer an. Es gibt Polarlichter die nur fotografisch nachgewiesen werden werden können und andere die deutlich visuell sichtbar sind. Die Belichtungszeit der TG-4 kann nicht manuell geändert werden, fotografisches Polarlicht wird also eher schwierig (könnte im Nachtmodus vielleicht noch klappen). Visuell sichtbares Polarlicht sollte man auch mit der TG-4 fotografieren können.

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